Filmschnitt

  • A/B-Verfahren

    Wechselspiele

    Es war eine Frage der Qualität, zugleich aber auch ein Kostenfaktor: Wenn ein analog gedrehter Film ins Kino soll und das Bildformat voll genutzt wurde, sollte das Negativ im A/B-Verfahren geschnitten und im Kopierwerk entsprechend A/B kopiert werden. Was verstehen wir unter A/B-Verfahren, auch „zweistreifig“ genannt?

     

    Wenn ein Film fertig geschnitten ist, ganz gleich, ob als Arbeitskopie am Schneidetisch oder an einem Offline-Schnittplatz, muss das Negativ entsprechend dieses Feinschnitts nachgeschnitten werden. Man hat an den Schneidetischen (außer bei Umkehrfilm) nicht das Original sondern eine Kopie geschnitten, während das Originalnegativ im Kopierwerk sicher aufbewahrt wurde. Wenn die sogenannte Arbeitskopie des Films (AK) fertig geschnitten war, begannen Negativcutter-innen damit, das Originalnegativ exakt bildgenau danach zu schneiden.

     

    Das Prinzip

    Filmstreifen

    Das A/B-Verfahren verteilt die Einstellungen des Filmnegativs abwechselnd auf zwei Bänder. Die erste Einstellung des Films befindet sich zum Beispiel auf dem A-Band. Ist sie zu Ende, hängt Schwarzfilm im A-Band und im B-Band beginnt genau dort die zweite Einstellung. Ist sie zu Ende, folgt Schwarzfilm und die dritte Einstellung beginnt wieder auf dem A-Band. Diese Vorgehensweise verhindert, dass man in der Kinoprojektion die Klebestellen sieht.

     

    Dies passiert, wenn man das volle Bildformat des Negativs nutzt. Bei 35 mm und Aspect-Ratio 1:1,85 gibt es genügend unsichtbare Fläche vor und hinter den Schnittstellen. Hier könnte man den Negativschnitt auch einstreifig vornehmen, vorausgesetzt, die Klebestellen sind der einzige Grund für A/B.

    Kopierter Film

     

    Wird von dem A/B geschnittenen Negativ eine Kopie gezogen, muss erst das A-Band in die Kopiermaschine eingelegt und auf den Kopierfilm (Print) kopiert werden. Dort, wo Einstellungen eingeschnitten sind, werden diese auf das Kopiermaterial belichtet, wo Schwarzfilm hängt, bleibt die Kopie unbelichtet. Danach wird das B-Band auf dieselbe Kopie belichtet. Am Ende befinden sich alle Einstellungen von A- und B-Band auf der Kopie.

     

    Höhere Kosten

    Der Vorzug des A/B-Verfahrens ist gleichzeitig in finanzieller Hinsicht ein Nachteil. Der doppelte Kopiervorgang verursacht Mehrkosten: Erstens verteuert sich der Negativschnitt, zweitens verursacht es den so genannten A/B-Zuschlag. Dieser fällt bei jeder Kopie, die gezogen wird, erneut an. Wenn von einem Film viele Kopien benötigt werden, wäre das Risiko für all diese Kopien das Original-Negativ zu verwenden, extrem hoch. Deshalb erstellt man Internegative. Wird von einem A/B geschnittenen Negativ ein Intermed. Positiv und davon ein Internegativ erstellt, so entsteht bei diesem Vorgang ein einstreifiges Internegativ. Und von diesem können dann Kopien in einem Durchgang gezogen werden, der A/B-Zuschlag entfällt.

     

    Überblendungen

    Überblendung

    Doch nicht nur das Problem der Klebestellen macht A/B-Verfahren notwendig. Auch Überblendungen (Dissolves) im Kopierwerk (ohne Umweg über Optische Bank oder Compositing-Rechner) sind nur auf diese Weise möglich. Zu diesem Zweck müssen die beiden Einstellungen, die überblendet werden sollen, sich überlappen. Die Einstellung, an deren Ende die Überblendung liegen soll (A), muss nach hinten überlappen, jene, in die die Überblendung hineinführen soll (B), nach vorn. Die Kopiermaschinen werden so programmiert, dass das Kopierlicht bei Einstellung A innerhalb einer bestimmten Anzahl von Bildern Schritt für Schritt immer dunkler wird. Umgekehrt wird beim Kopieren des B-Bandes an der gleichen Stelle das Kopierlicht über die gleiche Anzahl von Bildern von Dunkel bis zu normaler Belichtung immer heller.

     

    Je nach Kopiermaschine sind bestimmte Längen möglich. Zum Beispiel 16, 24, 32 oder 48 Bilder. Eine Überblendung von 48 Bildern bedeutet: Auf dem A-Band wird 24 Bilder lang das Licht immer dunkler (Abblende) und zugleich auf dem B-Band 24 Bilder lang immer heller (Aufblende). Das Verfahren wird heute auch bei der Bearbeitung eines digitalen Intermediates DI digital gerechnet, was viel mehr Möglichkeiten und Zwischenstufen bietet. Es vermeidet auch Probleme oder Schwächen, welche die reine Überblendung in der Kopiermaschine mit sich brachte:

     

    Überlendung fertig

    Der Grad der beiden übereinanderkopierten Auf- und Abblenden verläuft nicht immer in gleicher Abstufung. Er ist abhängig vom Ausgangsmaterial. Sind die Einstellungen von ihrer Dichte her sehr unterschiedlich, müssen auch die Werte für die Blenden (in der Lichtbestimmung) unterschiedlich programmiert werden.

     

  • Avid First kostenlos

    Auf der NAB angekündigt, ist die Free-Version von Avids Media Composer nun auf der Avid Seite angekommen

  • Dietmar Kraus, Filmplus

  • Displays

    Um in den Genuss von HD-Vergnügen zu kommen, stellt sich erstmal die Frage nach dem richtigen Bildschirm. Solange das Fernsehbild über Antenne empfängt, schaut in SD. Heutzutage kann man HD nicht bloß genießen, wenn man über Kabel oder Satellit empfängt, sondern auch mit Hilfe von BluRay Playern!

  • Einstellungen

    Das Thema Einstellung bildet die kleinste Einheit eines Filmes und des Schnitts. Filmrhetorische Regisseure wie Hitchock erzählen über bestimmte Einstellungen eine Geschichte, andere dagegen gehen einfacher vor.

  • FCP Arbeitsspeicher

    Fehlermeldung "Ungenügender Arbeitsspeicher"

    Nun hat man nach langen Mühen endlich seinen Film in FinalCut Pro fertig geschnitten, hat die Mischung vielleicht in einem professionellen Tonbearbeitungsprogramm wie ProTools bearbeitet und gemischt, hat den Mix gebounced und wieder in das Final Cut importiert und möchte nun endlich sein Master erstellen. 

    Normalerweise geht das auch recht einfach, man exportiert einfach das Werk vom in (Taste i) bis zum Out Point (Taste o) und gibt den Befehl Ablage exportieren- als Quicktime Film exportieren (oder falls in einem anderem Format als dem originären Aufnahmeformat) per Quicktime Konvertierung.

     

    Echtes Problem oder Geduldsfrage? 

    Soweit so gut. Und tatsächlich fängt FinatCut Pro auch an, den Film heraus zu rechnen und eigentlich könnte alles gut sein. Doch dann kommt er, der Moment wo das Rendern nach 40 Minuten bei etwa 30 % abbricht und gerne auch FinalCut Pro unerwartet beendet wird. Ein einmaliges Ungeschick denkt man sich und versucht es gleich wieder. 

    Das gleiche Spiel nur diesmal wird angezeigt dass der Arbeitsspeicher nicht reicht. Was nun? Ist der Arbeitsspeicher, der so klaglos so viele Filme gerendert hat plötzlich zu klein geworden? Ist die Datei, die doch eigentlich nur einen 10-Minüter beinhaltet plötzlich so groß?

    Beinahe jeder Cutter eines Schnittsystems, so er es selber auch wartet und keinen hilfreichen EDV-Spezialisten mal eben rufen kann kann so seine Leidensgeschichten erzählen von Filmen, die man einfach nicht in der gewünschten Weise bearbeiten oder herausrechnen konnte. Da fließt sehr viel Zeit in den Abfluss der kreativen Verzweiflung...

     

    Welche Schritte sind zu tun?

    Schritte die den MAC allgemein betreffen 

    1. Man prüft den tatsächlich verbauten Arbeitsspeicher im Rechner, denn der kann durch aus auch kaputt gehen. Also- Apfel-Symbol oben links, Über diesen Rechner und schon weiß man, die 7 GB (in unserem Fall) sind tatsächlich noch da. Final Cut verlangt Minimum 4 GB Arbeitsspeicher, mehr davon ist sehr sinnvoll, parallel geöffnete Programme schlucken davon natürlich auch gerne Leistung, die also als Erstes schließen. 
    2. Eine zweite Überprüfung, die nicht direkt das Schnittprogramm, sondern den MAC Rechner betrifft, ist das reparieren von Zugriffsrechten. Man findet unter Programme/Dienstprogramme das so genannte Festplattendienstprogramm. In der linken Spalte wählt man dann mit Mausklick die Festplatte aus, welche geprüft bzw. bei welcher die Zugriffsrechte repariert werden sollen und lässt den Vorgang mit Klick auf "Zugriffsrechte des Volumes reparieren" ablaufen. Das kann etwas dauern, lohnt aber.

     

    Schritte, die FinalCut betreffen 

    1. Weitere Entlastung bringt, wenn man in den Sequenzeinstellungen die Waveform Anzeige und die Clip-Bildanzeige abschaltet und nur die Namen der Clips anzeigen lässt. 
    2. Man überlegt, welche Bestandteile von FinalCut Pro den Arbeitsspeicher belasten könnten. Da gibt es durchaus einige Verdächtige, beispielsweise PlugIns bei den Video,- oder Audioeffekten. Es soll Editoren geben, die da sogar Testversionen schlummern haben. Befreit man FinalCut Pro von den nicht zwingen notwendigen Plugins könnte das Problem gelöst sein. 
    3. Gibt es vielleicht Bild,- oder Tonmaterial was korrupt ist oder vielleicht welches die Kapazität des Programms sehr fordert. Hier kommen wir gleich zu den nächsten Verdächtigen: Fotos. Werden Standbilder in einen Film eingeschnitten und man importiert die mit der originären Auflösung etwa aus seiner DSLR Kamera, beschneidet im FinalCut evtl. sogar noch den Ausschnitt, weil das Bild-Seitenverhältnis im Film ein anderes ist, dann überlädt man das Programm mit extrem anspruchsvollen Aufgaben, die viel zu große Foto-Datei muss verkleinert und ein Ausschnitt gerendert werden. Also- alle eingeschnittenen Fotos noch mal anpacken und vor dem Importieren in FC Pro in einem Bildbearbeitungsprogramm zunächst ins richtige Bild-Seitenverhältnis zuschneiden (freistellen bei Photoshop) und dann in exakt der Bildgröße umrechnen, die auch das Video hat. Dann speichern und neu ins FC Pro importieren und das alte Foto im Schnitt mit dem Befehl "ersetzen" in der Timeline austauschen. 
    4. Wenn all diese Maßnahmen nicht helfen, kann man auch das ganze Programm zurücksetzen. Wenn FinalCut sehr träge ist oder länger den farbigen Warte-Ball anzeigt kann es Sinn machen, die Voreinstellungen zu löschen. Dies stellt quasi wieder ein frisches FinalCut her, löscht aber auch alle Einstellungen die man sich eingerichtet hat. Hier beschrieben der Weg für die Version FinalCutPro 6, bei anderen Versionen kann es Unterschiede in der Vorgehensweise geben. 

      Dazu muss man genau 4 Dateien in zwei unterschiedlichen Ordnern löschen, es versteht sich von selbst, dass man das FinalCut selbst natürlich nicht geöffnet haben darf. 

      Gelöscht (oder für ängstlichere Menschen umbenannt) werden: 

      Im Ordner Benutzer/Benutzername/Library/Preferences: "com.apple.FinalCutPro.plist" 

      Im Ordner Benutzer/Benutzername/Library/Preferences/Final Cut Pro User Data: Final Cut Pro 6.0 Prefs + Final Cut Pro Obj Cache + Final Cut Pro Prof Cache 

      Diese müssen entweder umbenannt oder in den Papierkorb geschoben werden und den anschließend entleeren. Beim nächsten Programmstart werden diese Dateien von FinalCut einfach neu erstellt.

     

    Die verschiedenen Maßnahmen sollte man in der Reihenfolge wie angegeben durchführen und nach den beiden ersten MAC Maßnahmen, erst einmal testen, ob FCP wieder problemlos rendert. Falls nicht, dann mit den ersten drei FCP Maßnahmen fortfahren, zuletzt, wenn auch diese nicht geholfen haben kann man die vierte und letzte Maßnahme ausprobieren. Viel Erfolg!

     

     

     

  • Filmabtastung

    Was ist eigentlich der Job von sogenannten Abtastern? Ohne sie könnten wir abgedrehtes Filmmaterial nicht digitalisieren und es nicht auf Fernsehen, Video, DVD oder BluRay schauen. Der Abtaster ist verwandt mit dem Filmscanner.

  • Filmplus Festival

    Das Festival feiert, diskutiert und prämiert in Köln vier Tage lang herausragende Leistungen der Editorenkunst.

  • Filmplus Nominierungen

    Die Kunst des Filmschnitts wird weithin unterschätzt, beim Kölner Filmplus Festival werden die besten Filmeditor-inn-en ausgezeichnet. Nun wurden die Nominierungen bekannt gegeben

  • Filmschnitt

    Komponieren

     

    Heute kann jeder aktuelle, schnelle Computer zu einem kleinen Schnittplatz werden

    Heute kann jeder Computer zu einem kleinen Schnittplatz werden.

     

    In dieser Abteilung werden Sie nach und nach erfahren, wie wichtig der Schnitt für die Gestaltung ihres Filmes ist. In gewissem Umfang können hier sogar Schwächen und Fehler in Drehbuch, Auflösung und Inszenierung ausgebessert werden.

     

    Filmschnitt ist nicht nur die Konstruktion eines filmischen Gesamtwerks aus zahlreichen einzelnen Einstellungen. Es lässt Gegensätze aufeinandertreffen oder verschmelzen, baut Spannung auf oder besänftigt, beschleunigt oder verlangsamt die Abläufe. Im Schnitt werden die richtigen von den unrichtigen Bildern und Tönen getrennt, werden Einzelelemente in einen Zusammenhang gestellt, bekommen scheinbar unbedeutende Einzelbilder im Zusammenhang eine Bedeutung. Der künftige Film wächst, beginnt zu atmen. Der Schnitt ist dabei weitaus mehr als lediglich dem Drehbuch Folge zu leisten. Schnitt lässt Gefühle entstehen, komponiert Bilder und Töne zu einem Gesamtrhythmus, fügt das gedrehte Material in einen psychologisch-künstlerischen Zusammenhang.

     

    Montagetheorien

    In der Frühzeit des Films wurden diverse Theorien des Filmschnitts verfasst, speziell die russischen, deutschen und französischen Theoretiker haben in diesem Bereich wichtige Grundlagen gelegt. Die Theorien zur Montage müssen stets in Zusammenhang mit der menschlichen Wahrnehmung (Wahrnehmungspsychologie) betrachtet werden. Sinnzusammenhänge und Notwendigkeiten in der Bilddarstellung sind stark abhängig von den Täuschungen und Phänomenen des Sehens und der Signalverarbeitung im Gehirn. Allgemein bekannt ist etwa der Kuleshow-Effekt, der sich damit beschäftigt, welche Sinnzusammenhänge unser Gehirn zwischen voneinander unabhängigen Einstellungen herstellt.

     

    Ausbesserungen

    Filmbild aus
    Filmbild aus "Innentage"

    Eigentlich sollte jeder Regisseur in seiner Ausbildung einige Zeit im Schneideraum gelernt haben. Der Schneideraum ist der Ort, wo die Mängel der Dreharbeit am stärksten auffallen, wo man sieht, welche Bilder fehlen, was an Überflüssigem an Unbrauchbarem gedreht wurde. Lernen Sie die verschiedenen Verfahren, linear und non-linear, sowie die wichtigsten Abläufe kennen, die für den erfolgreichen Schnitt von Filmen erforderlich sind! Dabei sind neben reinen Profi-Lösungen natürlich auch vergleichbare semi-professionelle Geräte und Programme von Bedeutung. Während nämlich der Schnitt am Computer in seiner Anfangszeit eine sehr exklusive und teure Veranstaltung war, gibt es inzwischen überraschend viele bezahlbare Lösungen auf sehr hohem Niveau. Selbst High-Definition und 4K ist gar kein Problem mehr für aktuelle Schnittproramme und Computer.

     

    Im Bereich des klassischen Filmschnitts sind die Flachbett-Schneidetische von Steenbeck, Schmidt oder Kem gebraucht inzwischen für wenig Geld zu haben. Man kann sie teilweise für wenige Euros ersteigern. Kaum Jemand schneidet mehr darauf - kein Wunder, hat sich der Dreh von Filmen inzwischen zu einem hohen Prozentsatz ins digitale Lager verschoben und der Schnitt praktisch vollständig auf Computer verlagert.

     

  • FinalCutPro

    Selbstbewusst

    Dass man mit FinalCut Pro hervorragend in beinahe allen Formaten schneiden kann, ist hinlänglich bekannt. Es hat, den lange Jahre durch den Marktführer dominierten und durch merkwürdige Restriktionen vor allem auf der Hardwareseite (man konnte nur die völlig überteuerten Festplatten vom Programmhersteller verwenden) zu einer regelrechten Befreiung der Schnittlandschaft geführt.

     

    Ganze Produktionen können bearbeitet werden, ohne dass es zu Abstürzen, Konflikten oder Datenverlust kommt, doch es gibt sie dennoch,- die Ausnahmen von der Regel.

    Darüber dass Programme und Betriebssysteme ihren Anwendern auch durchaus schlaflose Nächte bereiten können, darüber wird weniger gesprochen. An dieser Stelle werden ein paar Maßnahmen erläutert, die ein paar verbreitete Probleme lösen können.

     

    Que sera, sera...

    Zu den unerwarteten Erfahrungen im Leben der Cutter gehören verlorene Verknüpfungen, verlorene Dateien oder Menüs die sich einfach nicht mehr aktivieren lassen.

     

    So kann es vorkommen, dass man einen fertigen Schnitt über das FireWire Kabel ausspielen möchte und die Kamera kann nur das Bild, nicht aber den Ton aufzeichnen. Im Display der Videokamera wird für den Ton 12 Bit angezeigt, eine Wortbreite, die nicht mit den in der Final Cut Session eingestellten 16 Bit übereinstimmt. Nachdem man überprüft hat, dass im Final Cut überall auch wirklich 16 Bit eingestellt sind, das FireWire Kabel und die Kamera ausgewechselt hat und das Ergebnis das Gleich bleibt, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das Programm den Fehler produziert.

    Es kann auch sein, dass man weder Bild noch Ton mit der Kamera aufzeichnen kann, ja vielleicht nicht einmal im FinalCut Menü die Option Ausgabe auf Video einstellen kann. Der Menüpunkt bleibt einfach grau und nicht aktivierbar.

    Oder aber man möchte von dem geschnittenen Film eine DVD herstellen und aktiviert deshalb unter Export die Option Quicktime Movie. Aber der resultierende Quicktime-Film ist als Datei viel zu klein. Statt der erwarteten 11 GB ist die Datei nur 1,5 GB groß obwohl alle Einstellungen für die Größe (PAL) etc. stimmten.

     

    Troubleshooting

    Wenn sich alle Einstellungsmöglichkeiten und Hardwarefehler ausschließen lassen, ist es an der Zeit, fehlerhafte Dateien zu entfernen. Oft sind die Voreinstellungen in FinalCut Pro durch Abstürze etc. korrumpiert. Dann hilft es, wenn man diese in den bewährten Apple- Mülleimer befördert. Keine Sorge,- wenn sie verschwunden sind, erzeugt FinalCut neue Preferences, und man kann nach ein paar wenigen Grundeinstellungen wieder weiterarbeiten.

     

    Sie verlieren also nicht Ihre wertvollen Projektdateien, sondern Final Cut verliert nur die Information, automatisch beim Öffnen das letzte Projekt aufzumachen. Wenn Sie aber direkt auf das Projekt klicken, öffnet es sich wie gewohnt.

    Diese Preferences sind ein wenig versteckt. Man findet sie auf der Systemplatte des Rechners unter Users, also in der Regel Ihrem Anwendernamen. Dort findet man in der Bibliothek / Library unter Preferences eine Vielzahl von Dateien. Werfen Sie die Dateien...

     

    "com.apple.FINALCUTPRO.plist"

    "FinalCutPro 5.0 Preferences" (bei älteren Versionen die entsprechende Versionsnummer)

    "FinalCut Pro POA Cache"

     

    in den Papierkorb oder, wenn Sie ganz sicher gehen wollen, benennen sie diese einfach um, etwa indem sie ein "alt" oder "defekt" hinzufügen.

    Wenn Sie Final Cut wieder öffnen, werden zwar Ihre bevorzugten Übergänge, Blenden etc. nicht extra aufgelistet sein und Sie müssen auch zu Beginn angeben, ob sie in PAL, NTSC oder PAL schneiden, ansonsten arbeitet das Programm aber wieder wie gewohnt und vor allem ohne die oben genannten Fehler.

     

     

  • HD-Editing

    Filmschnitt Digital

    High Definition und 16:9 ist längst für Jeden erreichbar

    High Definition und 16:9 ist längst für Jeden verfügbar

    Die Geräte-Branche erfreut sich guter Umsätze nicht nur wegen der für High-Definition Fernsehen erforderlichen Kameras, sondern auch wegen der notwendigen Schnittgeräte.

    Auch hier bietet HDV preisgünstige Alternativen zu den teureren professionellen High-Definition Formaten. Gleich vorab- der Speicherbedarf steigt enorm, es macht also durchaus Sinn, HD erstmal im Offline-Modus etwa in Pro Res zu bearbeiten und erst später die verwendeten Takes in voller Qualität ein zu digitalisieren. Hier zeigen sich manche Schnittsysteme aber noch inkompatibel mit dem Timecode von HDV.

     

    Insbesondere für die Postproduktion ist es auch wichtig zu wissen, dass unter MPEG nicht alle Bilder komplett aufgezeichnet werden, also I-Frames sind. Will man an einem Bild schneiden, welches kein I-Frame ist, muss der Computer erst aus diesem eines berechnen. Das kostet Rechenleistung und Zeit. Speziell wenn man verschiedene Varianten ausprobieren oder Schnittpunkte trimmen will, spürt man das.

    Die Leistung der Computer auf denen HDV bearbeitet wird, kann gar nicht hoch genug sein, Dual-Prozessoren und Raid-Festplattensysteme sind durchaus sinnvoll.

     

    Wettbewerber unter sich

    Final Cut Pro HD

    Das populärste Schnittprogramm auf dem Apple/Mac, Final Cut ist inzwischen in einer HD- Version auf dem Markt und benötigt, ähnlich wie die bisherige Standard-Version Final Cut 4, einen schnellen Rechner um mit der Datenmenge zurecht zu kommen. Ein Dual-Prozessor G5 sollte es schon sein und dann ist Echtzeitbetrieb weitgehend möglich, nur bei Effekten zeigt das System Grenzen.

    Schnittrekorder
    Profi-Variante: Panasonic-High-Definition Schnittrekorder AJ HD 1700

    Standardmäßig beherrscht das Programm beispielsweise das DVCPRO HD Format, kann also von einer  Panasonic Kamera über die FireWire ohne Zusatzhardware digitalisiert werden. Will man etwa HDCAM von Sony einlesen, bietet das Menü standardmäßig keine Möglichkeit. Hier wird Wandlersoftware benötigt.

    Beim Einspielen in das System wird das HDV-Format in den Quicktime "Apple Intermediate Codec" umgewandelt, welcher im Gegensatz zum MPEG Format ausschließlich volle I-Frames verwendet. Das ist wichtig um jedes Bild schneiden zu können. Später, wenn man den fertigen Film wieder auf den Rekorder ausspielen will, muss dann aus dem "Apple Intermediate Codec" wieder in MPEG  encodiert werden, das benötigt dann wieder einige Rechenzeit.

    Zusammen mit den der Software beiliegenden Zusatzprogrammen etwa Soundtrack (Musik zum Film, auf einfache Weise mit hochwertigen Samples selbst  zusammenstellen) oder LiveType (Schriftanimation für Titel aller Art) verfügt man so über ein vollwertiges preisgünstiges Produktionssystem, welches vor den Mitanbietern was HDV angeht, einen deutlichen zeitlichen Vorsprung hat.

     

    Final Cut Pro 5-7

    HD war lange Jahr für Jahr das Thema auf der NAB und auch Apple, einer der Vorreiter im HD Editing überraschte immer wieder mit neuen Final-Cut Studio Paketen. Inzwischen werden die Auflösungen immer höher, Ultra HD, 4K, 8K der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

     

    Das Paket beinhaltete die jeweils neue Final Cut Pro Version, sie kann HD auch unkomprimiert bearbeiten, eine entsprechende Rechenleistung des Computers vorausgesetzt.

    Dazu erhält der Kunde zusätzlich Soundtrack Pro, ein Programm für die Tonbearbeitung und Musikproduktion mit Hilfe der überaus praktischen Apple-Loops, einer Sammlung von Samples die sich kinderleicht zu Musiktiteln kombinieren lassen.

     

    Mit im Paket findet sich Motion 2, ein professionelles Animationsprogramm, sowie DVD Studio Pro 4, ein amtliches Authoring Programm, welches in Verbindung mit dem geeigneten Betriebssystem Mac OS X und dem Mediaplayer QuickTime mit H.264-Unterstützung auch DVDs in High Definition ermöglicht. Inzwischen geht Apple andere Wege und hat mit FinalCut X eine Schnittlösung herausgebracht, die von vielen Profis wegen fehlender Funktionen kritisch betrachtet wird. Seitdem sind die letzten Pakete, also Studio 2 und Studio 3 nur noch gebraucht zu haben und recht begehrt.

     

    Final Cut Express HD

    Für Sparsame ist auch eine preiswerte Version auf dem Markt, Final Cut Express HD, sie verzichtet auch einige Features der Pro Version, wie die 3 Layer Farbkorrektur oder das Vectorskop, ist aber im Gegensatz zu FC Pro4 HD bereits absolut HD-tauglich auch für HDV ohne zusätzliche Software.

     

    Adobe Premiere Pro

    Premiere
    Premieren

    Auch das inzwischen erwachsen gewordene Premiere kann man für HDV, HD, 2K, 4K nutzen.

    Ähnlich wie andere hochwertige, professionelle Schnittprogramme, ist auch dieses recht anspruchsvoll, ja sogar etwas anspruchsvoller, was Prozessorleistung und Arbeitsspeicher angeht.

    Ein 3 GHz Rechner ist also mehr als sinnvoll und natürlich Festplattenspeicher satt. Die Echtzeitleistungen können auch nur auf üppig ausgestatteten Rechnern erreicht werden, ist der Prozessor zu schwach, sind ruckelnde Bilder die Folge. Stimmen die Hardwareanforderungen, erlaubt das Programm komfortables HD-Editing.

     

    Avid Xpress DV

    Leider bieten erst die teureren Versionen die Möglichkeit, höhere Auflösungen zu bearbeiten, hier ist im Vergleich zu den Mitanbietern eine gewisse Toleranz gegenüber nicht absolut neuester Hardware vorhanden.

     

    EDIUS Pro 3

    Das Schnittprogramm von Canopus ist ebenfalls HD-Fähig und kann HD und SD (Standard Definition, also normales 4:3 Video) problemlos auf der Timeline miteinander mischen. Es kann HDV capturen, benötigt dafür aber einen OHCI FireWire Controller bzw. eine EDIUS NX Steckkarte und das Hilfsprogramm MPEG-Capture.

    Probleme macht derzeit auch noch die Übernahme der Timecode-Information beim Batch-Capturen. Die funktioniert nur fehlerhaft. Man kann das Material nur frei einspielen, damit entfällt die Möglichkeit, nachträglich Material nochmals etwa mit längerem Vor- oder Nachlauf einzuspielen. Man muss in einem solchen Fall den betreffenden Take komplett neu benennen und als neues File in den bestehenden Schnitt einfügen.

    Um die Rechenzeiten durch das nachberechnen von I-Frames zu vermeiden, kann man das Material auch statt im HDV in einem eigenen EDIUS-Format einspielen, bei dem alle Bilder I-Frames sind. Damit wird der Schnitt komfortabler, allerdings erhöht sich auch die Datenmenge auf der Festplatte um den Faktor 3.

     

  • Montagetheorie

    Alle Infos zur Entstehung der Montage, zu Montagetheorien, dem Zusammenhang von Montage und Einstellung, Szene und Einstellung und warum Nouvelle-Vague der Hollywood-Montage widerspricht.

  • Negativschnitt

    Drehte man auf Film, so schnitt man mit einer Arbeitskopie anlaog oder digital. Nach dem Schnitt wurde das Originalnegativ genau so nachgeschnitten

  • Non-linear

    Schnittarbeit

    Computerschnittplatz

    Computerschnittplatz

    Bis Ende der Achtziger Jahre wurden Filme ausschließlich an so genannten Flachbett-Schneidetischen oder in den USA an Moviolas geschnitten. Man arbeitete mit analogen Filmkopien, so genannten Filmmustern, die durchaus auch mechanischer Belastung beim Schneiden ausgesetzt waren. Manchmal so sehr, dass die Perdoration repariert werden musste oder man bestimmte Einstellungen sogar im Kopierwerk nachbestellen musste. Dafür hatte man aber den Vorteil, dass man kein elektronisches Bild, sondern eine echte Filmkopie, wie sie auch später durch den Filmprojektor im Kino laufen würde, auf dem Bildschirm zur Bearbeitung ansehen konnte.

     

    Klassisch

    Vom Filmnegativ wurden Arbeitskopien gefertigt, von den Schmalbändern mit dem Originalton Perfobänder angefertigt, beides synchron gelegt und dann geschnitten. Einzelne Einstellungen hingen zum bearbeiten als Bild und Perfoton am Galgen; wollte man eine Einstellung verlängern, hängte man ein paar Felder Bild oder Perfoton hinzu, wollte man sie kürzen, schnitt man entsprechend viele Bilder und Perfoband ab. Probierte man zuviel an einer Schnittstelle herum, ließen sich die Einzelbilder kaum mehr gerade mit Klebeband aneinander fügen und machten beim Durchlauf am Schneidetischprisma einen unschönen Hüpfer. So hangelte man sich mehr oder weniger chronologisch durch den ganzen Film, sortierte jeweils das Material für eine oder zwei Szenen an die Filmgalgen, von denen man zwei oder drei im Schneideraum hatte.

    Filmgalgen
    Filmgalgen mit 16mm-Ausschnitten

    Filmgalgen sind mit Samt ausgeschlagene, rollbare Kästen, über denen man an mehreren Querstreben an Stahlnadeln Film- und Tonstreifen aufhängen kann. Die abgerollten Filmstreifen liegen dabei lose im Samtkasten. Mehr ging nicht. Um einen ganzen Film „griffbereit“ zu haben, wären wohl an die 100 Galgen erforderlich gewesen, die allein hätten einen mittleren Saal gefüllt. Grundsätzliche Veränderungen des Schnittaufbaus überlegte man sich sehr gründlich, denn das bedeutete unweigerlich, die bisherige Fassung zu zerstören. Schließlich verwendete man die in der aktuellen Schnittfassung verwendeten Filmmuster und Perfotöne auch für die neue Schnittfassung.

     

    Palastrevolution

    Ja, und dann kamen 1989 erste Systeme auf den Markt, die ein gänzlich anderes Konzept vorstellten. Der Film sollte nicht mehr am Schneidetisch, sondern an einem Computer geschnitten werden. Die Botschaft: Keine Filmdosen mehr im Schneideraum, keine Galgen, sofortiger Zugriff auf alle Einstellungen, keine Schnipsel am Boden oder Scheu vor dem Umschneiden. Einer der Pioniere auf diesem Gebiet war die Firma Avid, die auch heute noch Synonym für den Schnitt am Computer ist, auch wenn es inzwischen diverse Mitanbieter gibt, deren Produkte genau so hochwertig sind. Um die ersten Systeme angesichts der damals noch exorbitant hohen Festplattenpreise noch halbwegs bezahlbar zu halten, wurden die vom Filmnegativ gefertigten Abtastungen (Videos) beim Einlesen in den Computer (digitalisieren) enorm komprimiert. Die Bildqualität war sehr reduziert und über Jahre hinaus brachten die jeweiligen Software-Updates vor allem eine Verbesserung der Datenraten und damit der Bildqualität mit sich. Inzwischen ist es gar kein Thema mehr, Digi-Beta, DVCPRO HD oder HDCAM oder HDTV in voller Auflösung am Computerschnittplatz zu bearbeiten. Mit ganz schnellen Systemen kann auch 4K in voller Auflösung geschnitten werden. Rechnergestützter Filmschnitt stellt heute die Regel dar und preiswerte Lösungen haben das Prinzip auch außerhalb des Profilagers populär gemacht.

     

    Offene Fragen

    Hauptvorteile waren der schnelle Zugriff auf sämtlichen eindigitalisierten Bild- und Tonelemente sowie die leichte Kombinierbarkeit und die Möglichkeit, verschiedene Fassungen parallel zu speichern. Kann ein System, das so viele Vorteile bietet, überhaupt Nachteile haben? Kann es! Denn mit den Möglichkeiten wuchs auch die Komplexität der Bedienung und der ständige Zwang, Aktualisierungen der Technik kontinuierlich zu erlernen. Cutter am klassischen Schneidetisch, die wenn sie das mechanische Schneiden erst einmal beherrschten, konnten ihre ganze Aufmerksamkeit der Gestaltung widmen. Während ihres Berufslebens sammelten sie vor allem mehr Wissen über Dramaturgie, Bildsprache und Aufbau. Heute gilt es, komplexe Schnittprogramme zu erlernen, Shortcuts und Befehlsketten zu behalten und permanent Neuerungen in den Softwarereleases nachzulernen. Auf diese Weise geht viel Energie und Aufmerksamkeit für die Beherrschung der Software verloren. Inzwischen gibt es sogar zahlreiche Computer-Cutter, die eigentlich nur Programme bedienen können, aber nur wenig oder gar nichts über den Aufbau eines Filmes wissen. Diesen Umstand möchte so recht keiner wahrhaben, doch ein Schnittprogramm zu beherrschen, bedeutet noch lange nicht, auch Filme schneiden zu können.

     

    Veränderung der Schnittästhetik

    Die vielen Möglichkeiten, Bildkombinationen am Bildschirm zu simulieren, Blenden und Effekte zu erproben und auch ohne Sorge um die mechanische Belastung von „Klebestellen“ selbst kürzeste Schnitte aneinanderreihen zu können, haben die Ästhetik des Schnitts einschneidend verändert. Wir wollen an dieser Stelle keine qualitative Bewertung dieser Veränderungen vornehmen. Wissenschaftliche Untersuchungen der Baylor University ergaben, dass die durchschnittliche Länge von Einstellungen in Filmen, die non-linear geschnitten wurden, etwa 8 % kürzer ist als bei Filmen, die am Schneidetisch editiert wurden. Ferner stellte man fest, dass die Verwendung von Blenden und Überblendungen gegenüber klassischem Filmschnitt enorm zugenommen hat. Die Untersuchung überraschte vor allem in Bezug auf den Schnitt von Dialogszenen. Eigentlich hatte man erwartet, dass die Dialogszenen durch die größeren Möglichkeiten des Computerschnitts komplexer würden. Doch das Gegenteil war der Fall; die Komplexität der Dialogszenen war bei am Schneidetisch montierten Szenen um durchschnittlich 20 % höher. Die Zuschauer werden nicht ahnen, dass die Beschleunigung der Bildfolge oder die Verkürzung der Einstellungen sehr viel mit technischen Veränderungen im Schneideraum zu tun haben. Aber vielleicht spüren sie es, wann ein Cutter mit klassischer Schnitt-Erfahrung und dem Wissen um Bildsprache den Mouse-Button betätigt hat. Da sich mehr und mehr Cutter, die noch die klassische Bildsprache beherrschen, aus dem Markt zurückziehen, ist Eile geboten, Wege zu finden, dieses Wissen auch den Nachwuchscuttern weiterzugeben. Einen ziemlich umfassenden Eindruck vom non-linearen Editing vermitteln die deutschen Handbücher zum Avid Xpress und zum Media Composer, welche die Firma Avid zum kostenlosen Download bereitstellt.

     

  • P2-Master

    Das Endprodukt

    Nachdem man alle Hürden des Schnittprogramms genommen und erfolgreich den Film mit dem File-basierten HD Format DVCPRO HD geschnitten hat, stellt sich die Frage, wie man das fertige Programm an den Kunden, Auftraggeber weitergibt, oder wie man es grundsätzlich archiviert um die Festplatten des Schnittrechners für das nächste Projekt wieder freizugeben.

     

    Das Zurückspielen von Daten auf die P2 Karten ist, da diese sehr teuer sind, einerseits unsinnig und andererseits technisch auch nicht möglich. Also müssen andere Lösungen gewählt werden.

    Das DVCPRO HD Format gibt es nicht nur als File-basiertes Festspeicher-System sondern auch auf Videoband. Hierfür werden die vom DVCPRO System bekannten Bänder und Kassetten (DV) verwendet. Allerdings ist die Bandgeschwindigkeit wegen der höheren Datenmenge gegenüber normalem DV Standard vervierfacht.

     

    Nur die Länge zählt

    Dieser Umstand begrenzte die Programmlänge, die man aufzeichnen kann, erheblich. Lange waren maximal 63 Minuten möglich, mit den größeren L-Kassetten. Da es sich um ein proprietäres Format handelt, gibt es nur Rekorder von Panasonic und da wiederum nur ein Gerät, welches in auch in 720p50p aufzeichnen kann (AJHD 1400E). Dreht man dagegen nur in 1080 i, steht auch der AJHD 1700 zum Ausspielen zur Verfügung.

    Die insbesondere für abendfüllende Filme verheerende Begrenzung der Gesamtlänge wurde durch noch größere Kassetten, die XL-Größe aufgehoben. Allerdings gab es lange keine  Maschine, die auch 720p50p aufzeichnen konnte. So warteten insbesondere die Fernsehsender, die mit diesem Format arbeiten, (u.a. ZDF, NDR) dringend auf diese Ergänzung. Diese wurde in Form des AJHD 1800 ab Oktober 2007 verfügbar. Da Magnetbänder zumindest als Master zur Übermittlung an Sender etc. noch immer eine große Rolle spielen, ist auch HDCAM SD, das entsprechende Konkurrenzformat von Sony noch immer auf dem Markt präsent. Hier gibt es die seltsamen Längenbeschränkungen allerdings nicht.

  • Premiere Pro Cache

    Volle Systemplatte und ein nahezu stillgelegter Rechner? Nur die Änderung der Standardeinstellungen bringt Abhilfe...

  • Pro Control

     

    Regler der Pro Control

    Regler und Einsteller der Pro Control

    Seit in den neunziger Jahren Audio-Workstations ihren Siegeszug in die Tonstudios angetreten haben, ist ProTools, jene von der amerikanischen Firma Digidesign entwickelte und später von Avid gekaufte Tonbearbeitungsplattform zum DeFacto Standard für die Filmtonbearbeitung geworden. Größtes Manko der ersten Jahre war die reine Bedienung mit den damals noch sehr rudimentären Computer-Mäusen.

     

    Während in den ersten Jahren bestenfalls passive, müde Midi-Regler ohne Automation, also ohne dass die Schieberegler responiv anzeigten, welcher Pegel gerade von der Automation eingestellt wurde, ein wenig Mischpult-Atmosphäre in die Studios bringen sollten, kam erst mit der Pro Control eine bezahlbare, zuverlässige Hardware-Lösung in den Markt mit der vollautomatisierte Fader zur Verfügung standen. Sicherlich waren diese Pulte nicht so stabil und hochwertig hergestellt, wie die klassischen Mischpulte, doch wer sie pfleglich behandelte, konnte mit ihr viele Jahre problemlos arbeiten.

     

    Mehrere Einheiten der Pro Control aneinandergereiht

    Mehrere "Units" der Pro Control aneinandergereiht

    Man konnte durch Aneinanderreihen von mehreren Fader-Einheiten die alle über Netzwerk mit dem Rechner verbunden waren, eine größere Anzahl von Spuren kontrollieren. Theoretisch waren auf diese Weise riesige Konfigurationen möglich, die alle per 10/100 Netzwerk sowie beim Edit-Panel per USB an den Rechner angebunden wurden. Alle Edit oder Transportfunktionen die als Software Buttons auf dem Bildschirm waren, ließen sich auch per Hardware adressieren. Selbst die LED Anzeigen für die Pegelkontrolle sind ausreichend hoch aufgelöst um damit professionell zu arbeiten. Die Edit-Unit verfügt sogar über Joystick-Hebel mit denen man Einzelgeräusche oder Atmos frei im Surround-Raum anordnen kann.

     

    Ausgelegt ist die Pro Control auch für die direkte Kontrolle der Abhörmonitore im Studio, hier allerdings schwächelt die Konsole,- sie fügt im Abhörbereich den Signalen Rauschen hinzu, was überhaupt nicht geht. Also unbedingt die direkten Ausgänge der Pro Tools HD Wandler benutzen, nicht über die Multipin Ausgänge der Pro Control abhören! Wenn man diese Regel befolgt, ist das System nahezu perfekt.

     

    Aussterbende Spezies?

     

    ProControl mit Bildschirmen

    Um alle Funktionen auch visuell kontrollieren zu können, sind mindestens zwei Bildschirme erforderlich

    So wurde die Pro Control für viele Anwender zum beliebtesten Hardware-Zusatz. Doch mit den höheren Versionen entschied Avid einfach irgendwann, die Pro Control nicht mehr zu unterstützen, was für ziemlichen Wirbel in der Szene sorgte. So sehr man verstehen kann, dass Hersteller gerne auf diese Weise immer neue Hardware wie etwa die Mischkonsole ICON verkaufen möchten, so bedrückend ist gleichzeitig die Firmenphilosophie, getanes Investment der Kunden irgendwann für Schrott zu erklären.

     

    Aktuell scheint ProTools HD 9 und sogar HD 10 obwohl es offiziell die Pro Control nicht mehr unterstützt, doch noch mit der Hardware zu arbeiten. Allerdings vermelden Anwender, dass man bei HD 10 keine alten Sessions mehr mit der Pro Control fahren kann, sondern nur solche die in HD 10 angelegt wurden. Manche Anwender berichten über Probleme, weil die Geräte über Netzwerkprotokoll verbunden sind. Sie empfehlen, das Internet nicht über das gleiche Netzwerk zu nutzen. Es gibt Möglichkeiten, auch über USB das Internet zuzuführen und damit Konflikte zu vermeiden.

     

    Einschnitt bei 64 Bit Systemen

    Die neueren ProTools Versionen arbeiten in 64 Bit und auch nicht mehr mit TDM, also spätestens ab der Version 11 muss man sich von der Pro Control verabschieden. Wer jetzt nicht so dringlich auf die Übersteuerungsfestigkeit durch 64 Bit angewiesen ist und auch nicht auf den Austausch mit neuesten Versionen, kann allerdings wegen der extrem hohen Qualität und Ausgereiftheit des ProTools Systems ruhig noch länger mit Software Version 9 oder 10 arbeiten und die bewährte Pro Control weiter nutzen.

     

    Nicht alle Einstellungen lassen sich mit festen Buttons erledigen. Ab und an benötigt man eben doch eine Tastatur, doch selbst die wäre an der Pro Control vorhanden. Besonders schwach sind allerdings Touchpad und Trackball bei der Pro-Control, da ist eine Lasermaus deutlich überlegen.

     

    Pro-Tools Nachfolger der "Pro-Control", die "D-Control"

     

    Grundeinstellungen für das Rooting einer Filmmischung

    Um eine Session für einen Tonmix vorzubereiten, muss man diverse Voreinstellungen vornehmen. Dazu gehören Wortbreite und Sample Rate (beim Film vorzugsweise 24 Bit 48 Khz).

    Dann konfiguriert man die Ausgänge für die Session. Dabei ist die Abhörsituation wichtig. Wenn man in Stereo abhört, macht es Sinn, neben dem reinen Mix als Ausgang etwa Ausgang 1+2 auch noch einen oder mehrere Ausgänge für das Abhören zu definieren. Etwa zwei für die Lautsprecher im Abhörraum (3+4) einen für Kopfhörer (5+6).

    Arbeitet man mit Mehrspurverfahren wie Dolby 5.1 oder 7.1 etc. sind entsprechend mehr Ausgänge zu definieren.

     

  • Schneidetische

    Über viele Jahrzehnte kamen die besten Filmschneidetische der Welt für analogen Film aus Hamburg. Sie hießen Steenbeck und waren legendär

  • Startband

    Der Filmstart

    Vor jedem professionellen Film, jedem Video hängt vor dem Beginn des ersten Bildes ein Start. Das was für die Musiker das Vorzählen der Takte darstellt, ist beim Film das Startband.

     

    Wofür braucht man das Startband?

    Hier ein Startband für 16 mm-Film bei 25 Bildern/Sekunde:

    Felder vor dem 1. Bild Anzahl

    Beschreibung

     
      min. 200 Blankfilm

    250 1 10er Marke
    249 1 Weiß
    248-204 45 Schwarz, evtl Sendername
    203-179 25 Schwarz mit Bildstrich
    178 1 Magnetton Einlegemarke
    177 1 Schwarz
    176 1 Lichtton Einlegemarke
    175-163 13 Schwarz mit Bildstrich
    162-151 12 Weißer Keil schließend
    150 1 Filmstartkreuz
    149-127 22 Schwarz mit weißer Linie
    126-124 3 Sek. Abstand bis Bildanfang
    123-102 22 Schwarz mit weißer Linie
    101-99 3 Sek. Abstand bis Bildanfang
    98-77 22 Schwarz mit weißer Linie
    76-74 3 Sek. Abstand bis Bildanfang
    73-52 22 Schwarz mit weißer Linie
    51 1 Sek. Abstand bis Bildanfang
    50-49 2 1 kHz für Tonpiepser
    48-26 23 Schwarz mit weißer Linie
    25 1 Marke 1 im weißen Kreis
    24-1 24 Schwarz
      1 Marke zum Anfügen d. Bildes

    Der Vorführer im Kino oder der Sendetechniker im TV-Sender benötigt den Start, um den Film genau mit dem ersten Bild beginnen zu lassen.

     

    Der Cutter benötigt ihn, um Bild und Ton synchron im Schneidetisch oder in der Workstation anlegen zu können.

     

    Bei der Abtastung oder der Videobearbeitung wird der Start benötigt, um Ton und Bild synchron zu bearbeiten.

     

    In der Mischung wird er benötigt, um alle Bänder mit Tonspuren synchron mit dem Bild zu verkoppeln.

     

    Im Kopierwerk wird er benötigt, um etwa den Lichtton an der richtigen Stelle zum Film einzustarten.

     

    In der Regel ist ein Filmstart, oder auch Mischstart genannt, Schwarzweiß.

    Er wird von den Kopierwerken, Fernsehsendern oder im Zubehörhandel angeboten und ist meistens mit einem Logo des Herstellers oder Senders versehen.

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    Wichtig beim Kauf ist, die Filmgeschwindigkeit zu beachten. Es gibt für Synchron (Sprachsynchron für die Übersetzung fremdsprachiger Filme) auch kürzere so genannte Synchronstarts.

    10-Sekunden Marke

    Ab dieser Marke sind es noch genau 10 Sekunden bis zum Bildanfang.

    Dort, wo im Bildstart die 10er Marke ist, wird auf den Vorlauf am Perfoband (Magnetfilm) ein Aufkleber mit einer 10 geklebt.

     

    Das Startkreuz

    An dieser Marke befindet sich im Bildstart das Startkreuz.Da wo das Startkreuz ist, wird ein Aufkleber mit Startkreuz auf das Perfoband geklebt.

     

    Der Piepton

    Die Aufkleber gibt es ebenfalls im Handel für Filmzubehör. Dort wo nach der 2 die beiden schraffierten Felder im Filmstart kommen, liegt im Ton ein Piepser, der genau 2 Felder lang ist.

     

    Video

    Die Starts für Video sind selbstverständlich elektronisch erzeugt und werden mit Timecode vor jedes Programm kopiert. Der Bildanfang liegt übrigens bei (Video-) Sendebändern nach dem so genannten technischen Vorlauf (Farbbalken, Messton etc.) bei 2 Minuten.

     

     

     

     

  • Thema: Analoger Filmschnitt

    Grundplatte eines analogen Steenbeck SchneidetischesObwohl der analoge Schnitt längst Geschichte ist, wächst bei vielen die Faszination für die klassischen Methoden an Schneidetischen

    Analoger Film     Schneidetische    Perfoband     Nagra     Stellavox     A/B Verfahren       Startband       Negativschnitt

  • Tonebenen

     Es gibt mehrere Tonebenen, die parallel zum geschnittenen Bild angelegt werden. Die gestalterischen Elemente setzen sich zusammen aus: O-Ton,  Sound-Effekte, Atmos, Musik,....