Der Klassiker

in der Geschichte des Tonfilms bis heute war die überwiegend verwendete Aufnahmetechnik analog. Es waren große Industrienamen, die zahllose Spiel,- und Dokumentarfilme in der Form, wie wir sie kennen, erst möglich gemacht haben.

Firmennamen wie AEG, Telefunken, Siemens, Uher, Tandberg, Nagra, Stellavox u.v.a haben sich um die analoge Tonaufzeichnung auf 1/4 Zoll Magnetband verdient gemacht. Später kamen Firmen wie HHB, Uher, Sony oder Marantz mit noch kleineren Geräten und der Aufzeichnung auf Kompaktkassette an die Filmsets.

Doch am häufigsten traf man an Filmsets auf Tonbandgeräte von Nagra Kudelski und von Stellavox. Diese Geräte waren und sind legendär wegen ihrer hohen Tonqualität, ihrer Robustheit und der Synchronfähigkeiten. Manchmal, in sehr seltenen Fällen findet man sie sogar heute noch an Filmsets, wo sie ihren Job noch immer klaglos verrichten. Das bedeutet sie haben teilweise eine Lebensdauer von über 40 Jahren, ein Zeitraum bei dem fast alle neueren Geräte schon längst ihre Arbeit verweigern würden. Doch das Zeitalter der analogen Tonaufnahme ist trotzdem seit dem Jahrtausendwechsel definitiv vorüber.

 

Subjektive Qualität

Doch in manchen technischen Parametern, insbesondere im subjektiven Klangempfinden sind analoge Aufnahmen in manchen Ohren noch heute überlegen.

Hier mussten die Schwingungen des Schalls eben nicht in digitale Häppchen zerhackt werden (samples) sondern sie wurden analog, also entsprechend ihrer Wellenform in elektrischer Form auf Band gespeichert.

 

Problemzonen

Doch bevor wir an dieser Stelle in falsche Romantik verfallen,- die Haupt-Nachteile der analogen Tontechnik lagen in der Postproduktion. Hier bedeutete jeder Kopievorgang, und davon fielen gerade beim Vertonen und Mischen von Filmen diverse an, einen Qualitätsverlust und eine Zunahme des Grundrauschens.

Auch wenn man mit analogen Rauschunterdrückungsverfahren wie Dolby, DBX oder Telcom dem Rauschen recht effektiv zu Leibe rücken konnte, so will heute niemand mehr Filmtöne wie vor 20 Jahren bearbeiten.

Digtale Tonaufzeichnung auf Flash-Speicher oder Festplatte ist heute der Standard am Set und wenn man eine ordentliche digitale Auflösung (z.B. 24 Bit) wählt und gute Vorverstärker sowie Wandler verwendet, braucht man den analogen Maschinen, die so lange Filmgeschichte mitgeprägt haben, nicht mehr nachweinen.